Presseartikel: Wilder Panther Keks}

Tribunal der Engel
Das hätte Max sich eigentlich denken können! In den Himmel kommt man nicht so leicht. Einfach ein paar Pillen einwerfen und Vaters Dop-pelkorn draufgießen, weil man sein Leben satt hat - so läuft das nicht. Statt endlich seine Ruhe zu haben, sieht sich der 17-jährige Lebensmüde einem Tribunal von Engeln g-genüber, Jatsos, Godwyn und Linneby, die ihm gehörig die Leviten lesen. Alles muss Max noch einmal durchstehen: Die ersten Kränkungen, als ihm sein überstrenger Vater die Trommel wegnahm. Das erste moralische Versagen, als Max seine Freundin vor den coolen Kumpeln verleugnete. Die erste Demütigung im Musikunterricht, als ihn der Lehrer als Versager bloßstellte.
Bei soviel Erniedrigung der Hauptfigur könnte Günter Jankowiaks Jugenddrama "Wilder Panther, Keks" eine ziemlich triste Angelegenheit sein. Doch die Tragik der Szenen balanciert der Autor aus durch Situationskomik, die vor allem vom Dauerzwist der drei Tribunalengel ausgeht. In der Inszenierung für das D.a.S. Theater gelingt es Regisseurin Tatjana Eisenreich, beiden Aspekten Gewicht und Tiefenschärfe zu verleihen. Den Seelenschmerz, der an Max frisst, kontrastiert sie mit dem Spott der Engel und den Selbstwidersprüchen der Eltern. Dass dieses Ausspielen von Tragik und Komik gelingt und nie bemüht wirkt, liegt vor allem am inspirierten Spiel der Darstellers, die für alle Lebensalter und -lagen neue Facetten finden. Wunderbar gestaltet wie stets die Bühnenmusik von Markus Reyhani. Viel Applaus.
Kölner Stadtanzeiger

Um falsche Scham und sinnlose Tabus scheren sich die drei Engel den Teufel. Gerade das kommt bei den Jugendlichen besonders gut an, denn endlich wird ein Theaterstück auf die Art und Weise präsentiert, wie sie selber im täglichen Umgang miteinander sprechen;
Die Darsteller begeistern nicht nur durch ihre darstellerische Leistung, sondern auch ihr Gesang, passend in die Szenen integriert, beweist ihr Können. Aachener Zeitung

Kampf gegen die Löcher
Alles fing mit einem Loch an. Max leidet an seinen immer wiederkehrenden, die Gestalt wechselnden "Löchern". Sie sind Synonym für die Leere in ihm. Das Publikum fand großen Gefallen an diesem humorvoll dargestellten, trotzdem aber sehr ernsten Thema des Erwachsenenwerdens und der Suche nach dem Sinn des Lebens. Neue Westfälische Zeitung

Pubertät zwischen Rilke und American Pie
Ob banale Freundschaften, ob Erfahrungen in der Liebe, das schwierige Miteinander im Elternhaus oder in der Schule - Das Stück bewegt sich mit großem Verständnis zwischen den Ecken des Planquadrats Jugendlichkeit. Bravorös gelingt dem Ensemble der Spagat zwischen heiterer Unterhaltung und gebotener Ernsthaftigkeit. Tragik und Komik stehen dicht beieinander, der Ausweg wird nicht, wie leider sooft in pädagogik-getriebenenen Jugendtheatern der Fall, als Merksatz präsentiert, sondern ist geschickt in eine Pointe gekleidet. Sindelfinger Zeitung

Jugendtheater erschöpft sich häufig in Problembewußtsein und pädagogischem Willen zur Besserung, zumal, wenn es die Nöte des Erwachsenwerdens reflektiert: Die reine Freude an Spiel und Fiktion bleibt dabei leicht auf der Strecke. Daß es auch anders geht, zeigt das D.a.S. Theater aus Köln.
Durch die Inszenierung von Susanne Heck gewinnt die Geschichte Leben und Turbulenz. Die Beklommenheit des gescholtnen Kindes wird ebenso spürbar, wie der Schmerz und die Ratlosigkeit der Eltern, die einmal nicht als die Schuldigen dastehen. Tragik und Komik des Kampfes um Zuwendung fließen bruchlos ineinander, wobei der Witz, die Pointe gegenüber dem Merksatz stets die Oberhand behält: eine Aufführung, die alle Ansprüche des Bühnenspektakels erfüllt, wobei ihr wie nebenbei das Kunststück gelingt, Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen anzusprechen, zu treffen und zu unterhalten.
Kölner Stadtanzeiger

Ansprechendes Jugendtheater
Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas verstehen es die Akteure, ihr Publikum mit Humor und ohne erhobenen Zeigefinger zu unterhalten. Presse-Info Essen

Die Lehre lief nicht ins Leere
Erstaunlich: Nahtlos flossen tragische und komische Situationen ineinander. Das Bühnenspektakel blieb stets lebendig und zeitnah durch Einbeziehung von Gesang, sphärenhafter Musik und Alltagsjargon der Jugendlichen. Rheinzeitung

Das Stück zeigt Geschichten, nicht nur über Abhängigkeiten, sondern über die Frage nach dem Sinn des Lebens, über das, wonach Menschen suchen sollen und wollen. Auffällig war die hohe Konzentration, mit der die Jugendlichen die Aufführung verfolgten. Offensichtlich war, daß sich die Jugendlichen mit den handelnden Personen identifizieren konnten. Jugendhilfe-Report

Geschichten von Sinn des Lebens
Mit erschreckender Eindringlichkeit vollzieht sich das Geschehen, fasziniert gespielt vom D.a.S. Theater. Lübecker Nachrichten

Mit einem Bein im Himmel
Das Stück besitzt die Qualität Jugendliche wie Erwachsene mit einem schwierigen Thema anzusprechen. Allgemeine Zeitung, Mainz

Zweite Chance für Max
Dramatisch und zugleich witzig dargeboten, wurde das Schau-spiel von allen Zuschauern mit tosendem Applaus gewürdigt. Rhein-Neckar-Zeitung

Die Form, in der das geschah, war einfühlend und aufwühlend: Die jungen Zuschauer, denen mancher Familienkonflikt ("Was wolltest du mit Mamas Zigaretten?") bekannt vorkam, waren mucksmäuschenstill. Bonner Generalanzeiger